• ETOS Redaktion

Weiterbildung „Sport und Demenz“ an der ETOS Ergotherapieschule Osnabrück

Am 29.05.2021 2021 fand unter Anleitung der Referentin Martje Andringa vom Behinderten Sportverband Niedersachsen e.V. eine Weiterbildung im Rahmen des Modellprojektes „Sport bewegt Menschen mit Demenz“ statt.


Am 01.Oktober 2020 startete der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) in Zusammenarbeit mit der Deutschen Alzheimer Gesellschaft das Projekt „Sport bewegt Menschen mit Demenz“, das vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gefördert wird. In vier Teilprojekten werden der Landessportbund Nordrhein-Westfalen, der Landessportbund Niedersachsen, der Deutsche Tischtennis-Bund und der Deutsche Turner-Bund gemeinsam mit dem DOSB neue Angebote im Sport für Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen in den Sportvereinen erproben. Die Sportregion Osnabrück Stadt und Land e.V. wird als ein Standort an dem Modellprojekt teilnehmen. Die Kooperation zwischen der Sportregion Osnabrück Stadt und Land e.V. kam durch Verena Jahns (Lehrerin an der ETOS) zustande, die als fachliche Projektleitung an dem Modellprojekt beteiligt ist.


18 Studierende der ETOS Ergotherapieschule Osnabrück, die sich in unterschiedlichen Semestern des dualen Bachelorstudienganges „Ergotherapie, Physiotherapie dual“ befinden, haben unter strengen Corona-Regeln in Präsenz an der Weiterbildung teilgenommen. Zunächst hat die Referentin Martje Andringa eine theoretische Einführung in das Krankheitsbild Demenz gegeben und wichtige Aspekte im Umgang mit Menschen mit einer Demenz erläutert. Anschließend leitete die Referentin verschiedene praktische Übungen für gangunsichere Menschen mit Demenz im Sitzen an, die die Studierenden in Selbsterfahrung ausprobiert haben.



Nach einer Mittagspause zeigte Martje Andringa weitere praktische Übungen im Garten der Schule, die sowohl im Stand als auch im Gehen sowie in Partner- und Kleingruppen durchgeführt werden können. Ergänzt wurden die praktischen Übungen durch den Einsatz verschiedener Materialien, beispielsweise Bälle, Seile und instabile Unterlagen. Durch die Selbsterfahrung ist es den Studierenden möglich gewesen die unterschiedlichen Anforderungen der praktischen Übungen selbst zu erfahren und diese mit den Einschränkungen, die bei einer Demenz vorliegen können, abzugleichen sowie mögliche Adaptionen von Übungen auszuprobieren.




Zum Schluss hat die Referentin noch einen theoretischen Input gegeben, welche positiven Auswirkungen Bewegung bei Demenz haben kann und wie herausfordernden Situationen im Umgang mit Menschen mit Demenz begegnet werden kann.

Es ist der Referentin sehr erfolgreich gelungen an die unterschiedlichen Erfahrungswerte der Studierenden anzuknüpfen und konkrete praktische Unterstützungen für den Umgang mit Menschen mit Demenz an die Hand zu geben. Kira Hanßmann, Studierende im 4. Semester, hat ihr Feedback wie folgt auf den Punkt gebracht: „Ich fand es super, dass du zu dem theoretischen Inhalt immer ein praktisches Beispiel eingebracht oder von einer persönlichen Erfahrung berichtet hast. Besonders in Bezug auf den Umgang mit Menschen mit Demenz. Ich werde mein nächstes Praktikum in einer Einrichtung für an Demenz erkrankte Menschen machen. Von dieser Fortbildung kann ich konkrete Umsetzungsmöglichkeiten für Bewegungseinheiten und Tipps zu eigenen Verhaltensweisen mitnehmen, die ich dann im Praktikum ausprobieren möchte.“


Verena Jahns 21.06.21




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