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Dreiwöchiges Praktikum in Bulgarien

Im Februar und März 2024 waren wir, zwei Schüler*innen aus Kurs 1 und zwei Schülerinnen aus Kurs 3, für ein dreiwöchiges ERASMUS+ Praktikum in Ruße. Die Stadt, welche in etwa so groß ist wie Osnabrück, liegt direkt an der Donau und somit an der Grenze zu Rumänien.


Während zwei von uns den Flieger nutzten, haben die anderen beiden die An- und Abreise mit dem Zug gewagt, welche uns zuerst nach Wien und nach einer 19- Stündigen Fahrt im Nachtzug nach Bukarest brachte.

Bukarest ist nur unweit entfernt von Ruße, so dass sich die abschließende Taxifahrt nach der Nacht im Zug wie ein Katzensprung anfühlte.


In den drei Wochen Praktikum in Bulgarien konnten wir in zwei verschiedenen Praktikumseinrichtungen, einer kleinen Praxis namens ABET und einer Tagesstätte namens RALYS, die bulgarische Ergotherapie näher kennenlernen. In ABET fanden schwerpunktmäßig motorisch- funktionelle Einzeltherapien statt, wobei wir viele Kinder mit Zerebralparese und Autismus sehen konnten. Die engagierte und einfühlsame Art der beiden Therapeutinnen dort beeindruckte uns sehr.


In RALYS werden die ca. 20 Klient*innen bis in den Nachmittag hinein betreut. Im Vordergrund steht die Tagesgestaltung, die unter anderem aus Kochen, Orga- Runden und anderen Freizeitangeboten besteht.


Die Erlebnisse in beiden Stellen waren eine bereichernde Erfahrung für alle von uns. Obwohl zwischen uns zwei Jahre der Ausbildung lagen, konnten wir unterschiedliche Aspekte dazu lernen. Auch der Austausch und die unterschiedlichen Blickwinkel der beiden Kurse machte dies zu einer spannenden Zeit.


In Bulgarien ist Ergotherapie eine (noch) junge und wenig anerkannte Profession. Bulgarienweit ist Ruße die einzige Anlaufstelle, um ein Studium in der Ergotherapie zu absolvieren. Unsere beiden Ansprechpartnerinnen vor Ort haben den Studiengang ins Leben gerufen und sind seitdem sehr involviert, um die Ergotherapie in Bulgarien weiter auszubauen und weiterzuentwickeln.


Neben den Praktikumsstellen haben wir an einem Nachmittag an einer ERASMUS- Veranstaltung der Universität von Ruße teilgenommen. Hier lernten wir Studierende aus 16 verschiedenen Ländern kennen und hielten eine kurze Präsentation über Deutschland.


Natürlich hatten wir auch genug Zeit, um Land und Leute kennenzulernen. An einem Wochenende fuhren wir mit dem Bus nach Varna und von dort aus mit einem Mietwagen an der bulgarischen Küste entlang. Außerhalb der Saison ist es dort sehr gemütlich und glücklicherweise spielte auch das Wetter mit. Nur die Rücktour, die uns ungewollt Offroad führte, können wir nicht weiterempfehlen.


Alles in allem waren die drei Wochen, wenn auch kurz, ein voller Erfolg und wir können den nachfolgenden Kursen das Praktikum nur ans Herz legen.



Zu den Bildern:

  • Sonnenuntergang in Ruse mit Straßenkatze

  • Eindruck aus der Praktikumsstelle ABET

  • Bild von uns gemeinsam am schwarzen Meer


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